Technische Grundlagen und Details

Begriffsdefinition

Schmiedetechnik:
Felgenbett mit EH2+ Hump

Entwicklung eines Rades:
Einsatz im Alltag:
Aufbau eines Leichtmetallrades
Lochkreisdurchmesser/Lochanzahl
gibt an, in welchem Durchmesser die Montagebohrungen an der Radnabe des betreffenden PKW  bzw. wie viele angebracht sind.

Mittenlochdurchmesser:
Um flexibel zu bleiben verwendet AEZ Reduktionsringe, sodass mit einer Bohrung in der Felge mehrere Mittenlochdurchmesser realisiert werden können (Basic Ring System).

Einpresstiefe
ist die Distanz von der Anlagefläche des Rades zur gedachten Mitte des Rades. Dieses Maß ist sehr wichtig, da es ausschlaggebend für die Lage des Rades am PKW ist.

Felgenmaulweite
ist der innere Abstand der beiden Felgenhörnen.
Die Felgenmaulweite drückt gleichzeitig die Nennbreite der Felge aus.

Hump:
Dieser verhindert bei starken Seitenkräften (z.B. Kurvenfahrt) ein Abrutschen des Reifens auf der Felge, und somit einen plötzlichen Luftdruckverlust. Es gibt verschiedene Ausführungen.

Bezeichnung einer Felge:
z.B. 7,5Jx17H2

7,5....Nennbreite (Felgenmaulweite)
J.......Größe d. Felgenhorns
17.....Nenndurchmesser d. Felge
H2.... Doppelhump (jeweilige Humpausführung)

Spezielles im Hause AEZ


3-teiliges Schmiederad „Nemesis“


Puristisches Hightech Designrad der absoluten Spitzenklasse

Das innere und äußere Felgenbett sowie der Felgenstern bestehen aus geschmiedetem Aluminium und besitzen eine anodisierte Oberflächenvergütung.

Das hochglanzpolierte Felgenbett mit dem sandgestrahlten titaniumfarbenen Felgenstern rundet den technoiden Charakter des Rades ab.

Durch die modulare Bauweise wird eine konsequente Optimierung an auserlesene Sport- und Luxusfahrzeugen ermöglicht.



Exklusives Schmiederad „Forge A“

Lite tec®

Elegantes, luxuriöses Design
Das Forge A ist ein Schmiederad mit eleganten, luxuriösen Design auf Basis des Lite tec Fertigungsverfahrens.
Unter gigantischem Druck formen Rotationswalzen aus dem Metallwulst ein Felgenbett von enormer Dichte. Das Ineinanderspiel von Druck, Rotationsgeschwindigkeit der Walzen und Hitze des Materials entscheiden über die Belastbarkeit der Felge. Ständig messen die Computer, Temperatur und Spannungskräfte im Felgenkern. In jedem Rad steckt jahrelange Erfahrung: Flow-Forming ist eine Kunst, die nur wenige beherrschen.
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Schmieden

Schmieden ist ein nicht zerspanendes Umformverfahren im warmen festen Zustand. Die sog. „Rohlinge“ sind Aluminium-Zylinder mit etwa 30cm Durchmesser und 60cm Höhe. Durch sehr hohen Druck und hohe Temperatur wird der Rohling in die durch die Matrizen vorgegebene Form gepresst. Dies geschieht in 3 Arbeitsschritten mit mehr oder weniger ausgeprägten Formen (Matrizen). Die Matrizen sind in Schmiedestempel eingespannt, die mit 5000-8000t Schließdruck zusammengepresst werden.

Durch das Verdichten des Materials beim Umformen (Schmieden) ,wird zwar die Dichte des Materials erhöht jedoch steigt die maximale Belastbarkeit überproportional!

Beim Schmieden wird eine siliziumfreie Aluminiumlegierung verwendet, dadurch ist ein Polieren der Oberfläche zu einer extrem glänzenden hellen Oberfläche möglich. Dieser Glanz geht durch eine Acryllackversiegelung nicht verloren, wird aber gegen Umwelteinflüsse und Zerkratzen geschützt. Durch die Acryllackschicht ist ein Nachpolieren nicht notwendig und auch nicht möglich.


Fertigungsablauf

Schmiedende Bearbeitung

Vor jedem Arbeitsschritt wird das Werkstück auf ca. 400°C erhitzt.
alloy raw material

Mechanische Bearbeitung


Alle bisherigen Fertigungsprozesse wurden direkt in der Schmiede getätigt. Für die weiteren Arbeitsschritte werden für die extrem hohen Qualitätsansprüche eigene Bearbeitungsspezialisten beauftragt. Mit extrem feinen Werkzeugen wird nun das Rad an allen Seiten auf die von AEZ vorgegebenen Maße abgedreht und das Design, wie vom AEZ Design Team vorgegeben, ausgefräst.

Anschließend wird nun das Rad an der Front- und der Innenseite per Hand auf Hochglanz poliert. Abgeschlossen wird die Produktion des Rades durch Versiegeln der Oberfläche mittels flüssigem Acryllack.


Fazit

Beim Schmieden erreicht man durch die hohen Materialeigenschaften und der geringen Masse des Rades, ein sportlicheres Fahrverhalten und bessere Bremseigenschaften. Jedoch ist die Herstellung von Schmiederäder um ein vielfaches teurer als Gussräder.
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Felgenbett mit EH2+ Hump
Der EH2+ Hump ist die jüngste Form der versch. Humpanwendungen.
Dieser EH2+ Hump gewährleistet in Zusammenarbeit mit Runflat Reifen, bei Luftdruckverlust, den Halt des Reifen auf der Felge, es können aber auch normale Reifen verwendet werden, wobei in diesen Fall der vorher erläuterte Vorteil entfällt.

Der EH2+ Hump wird bereits bei den neuen Rädern
  • AEZ Phoenix
  • AEZ Intenso
angewandt.
Radmodellentwicklung

Die Geschichte eines Rades beginnt mit der Designidee.
Es wird ein Designlastenheft entwickelt welches die grundsätzliche Definition und optische Vorstellung des Designs und den technischen Aufbau des Rades (ein-, zwei- oder mehrteilig) beinhaltet. Mit dieser Idee wird in einer speziellen CAD Software ein erstes 3D Modell zur Begutachtung erstellt. Mit dieser Software kann das Rad zum ersten Mal dreidimensional betrachtet werden. Es lassen sich nun sehr leicht Verbesserungen durchführen.
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Radspannungstest
Speichenbelastung

Die enormen Belastungen - welche in der Realität eigentlich niemals erreicht werden können - werden mittels Computersimulation auf das 3D-Radmodell aufgebracht und die Spannungen und Verformungen berechnet. Die Analyse der Radveränderung wird mit Computern farblich unterschiedlich dargestellt. Bereiche mit der größten Spannungsbelastung werden rot dargestellt, während Bereiche ohne jegliche Belastung grün dargestellt werden.

Speichenverformung

Bei diesem Test wird das 3D-Radmodell auf Verformung innerhalb des Speichenkranzes geprüft. Auch hier werden die kritischen Bereiche sichtbar und durch geänderte Designgestaltung korrigiert.
Finale Radprüfung

Das 3-D Radmodell wird solange modifiziert und optimiert, bis keine kritischen Belastungsspitzen auftreten. Dadurch wird das Rad für enorme Belastungen ausgelegt. Dies bedeutet Sicherheit für den Fahrer und garantiert uns, nur qualitativ hochwertigste Produkte herzustellen.
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TÜV Tests

Jedes Rad der Marke AEZ ist selbstverständlich TÜV geprüft und gewährleistet somit über Jahre hohe Sicherheit im Straßenverkehr.

Die wichtigsten TÜV- Prüfungen sind:
  • Biegeumlaufprüfung
  • Abrollprüfung
  • Impact Test
  • Fahrversuch
Biegeumlaufprüfung
Im Umlaufbiegeversuch werden die Seitenkräfte simuliert, die bei Kurvenfahrt das Rad beanspruchen.
Jedes Leichtmetallrad wird auf dem Prüfstand mit einem Spannring am inneren Felgenhorn starr aufgespannt und über die Radanschlussfläche in mit einem umlaufenden Biegemoment beansprucht.

Abrollprüfung
In Abrollversuchen wird die Beanspruchung des Rades bei Geradeausfahrt oder Kurvenfahrt simuliert.

Impact Test
Dieser Test simuliert den Kontakt mit einer Bordsteinkante, hierbei wird mit einen keilförmigen Hammer einmal auf die Speiche und einmal auf das Ventil geschlagen.

Fahrversuch
Beim Fahrversuch wird jedes am Markt befindliche Fahrzeug mit den verschiedenen Rädern geprüft.
Hierbei werden Einpresstiefen, Reifen und Auflagen festgelegt.
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Leichtmetallräder auch im Winter
Vorab: Kein Rad, wird ausschließlich für den Wintergebrauch produziert. Die Wintertauglichkeit (Widerstandsfähigkeit gegen Salz und Steinschlag) ergibt sich aus der Qualität und Schichtstärke des Klarlackes. Dabei verwendet AEZ einen besonders hochwertigen Lack der speziell für Winterbelastungen entwickelt wurde.
Hier gilt es den optimalen Kompromiss aus Schichtstärke und Elastizität des Lackes zu erreichen. Es gibt, um diese Eigenschaften zu testen, mehrere nicht genormte Möglichkeiten. Der härteste Test ist sicherlich der Jaguar Falltest. Hier lässt man aus 4m Höhe eine Schraubenmutter der Dimension M8 durch ein Rohr auf die Felge fallen, wobei durch den Einschlag der Lack nicht splittern darf.
Schutz gegen Salz:
Alle AEZ Räder müssen den sogenannten Salzsprühnebeltest bestehen. Bei diesem Test wird der Lack des Rades eingeritzt und in einem Kunststoffcontainer etwa 300 Stunden mit einer Säurelösung besprüht. Dieser Test zeigt sehr deutlich die Qualität des Lackes auf. Wenn der Klarlack oder der Silberlack qualitative Mängel aufweisen, so „blüht“ der Lack an jenen Stellen richtig auf.
Schneeketten:
Eine vorschriftsmäßig montierte zeitgerechte Schneekette bereitet einem AEZ Rad prinzipiell keine Probleme.
Abhängig vom Fahrzeug wird bei AEZ sehr darauf geachtet, dass eine Schneekettenfreigängigkeit sogar im Gutachten verankert ist.
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Reinigung, Pflege und Lagerung von Leichtmetallrädern

Für Leichtmetallräder gibt es speziell entwickelte Reinigungsmittel und Putztücher.

Auf keinen Fall dürfen aggressive Chemikalien, Scheuermittel und dgl. verwendet werden, diese können das optische Erscheinungsbild der Felge stark beeinträchtigen.

Bei der Lagerung z.B. in der Wintersaison, sollte darauf Acht gegeben werden dass die Felgen gereinigt, und in einem trockenen Raum aufbewahrt werden.
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Reparatur von Leichtmetallrädern

Jeder Eingriff in das Felgenmaterial (Erhitzen, Schweißen, Materialzugabe, sogar Gravierungen, Ätzungen und Einschliffe) ändert die Materialeigenschaften.

! ! ! Dadurch erlischt das Festigkeitsgutachten ! ! !

! ! ! Damit verliert ein Eigentümer des Rades alle Ansprüche auf Haftung und Gewährleistung ! ! !

Aufgrund dieser Fakten und aufgrund unserer Verantwortung gegenüber unseren Kunden müssen wir vor Felgenreparaturen eindringlich warnen, auch wenn in letzter Zeit sogar Versicherungen aus Kostengründen diese Felgenreparaturen forcieren.

Das Reparieren von Leichtmetallrädern gehört leider immer noch zur gängigen Praxis. In dieser Information wird erklärt, warum man davon lieber die Finger lassen sollte.

Für weitere Informationen dazu stehen Ihnen die Experten von AEZ Leichtmetallräder und TÜV SÜD Automotive gern zur Verfügung!

Ansprechpartner:
AEZ, Herr Ing. Pierre Czompo, Telefon: 0043-2256-801-513
TÜV Süd Automotive, Herr Jürgen Hübner, 0049-89-32950-693

AEZ Technical Department, 2008
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